Vernetzen, verbinden, Räume schaffen

Installation von Wolfgang Flad setzt spannende und
dynamische Kontraste im neuen Head Office der Schulz Group

07.07.2017

Die Schulz Group hat ihren vor zwei Jahren bezogenen Neubau in Ravensburg jetzt mit einer Großinstallation von Wolfgang Flad ausgestattet. Inmitten des lichten Innenraums schwebt seit kurzem eine eigens für diesen Bau geschaffene Skulptur des in Reutlingen geborenen und in Berlin lebenden Künstlers. Seine Werke wurden über Deutschland hinaus auch in Europa, dem Nahen Osten, den Vereinigten Staaten sowie in Russland und Thailand in zahlreichen Einzel- und Sammelausstellungen gezeigt. „Als ich 2015 die Werke von Wolfgang Flad in einer Ausstellung von FS.ART in Ravensburg sah, zogen sie mich sofort in ihren Bann. Ich war mir sicher, dass unser Neubau ein ideales Biotop ist für seine raumgreifenden Skulpturen, die quasi organisch im Entstehungsprozess wachsen und sich bei ihrer Installation mit ihrem jeweiligen Umfeld vernetzen. Eine hervorragende Ergänzung also zu den klaren Linien und der Arbeit in unserem Gebäude“, so Sven Schulz, Geschäftsführer der Schulz Group. 

Für das Gebäude der Schulz Group in Ravensburg entwickelte Flad eine raumgreifende Skulptur aus mehreren schwebenden Elementen, die sich über alle Geschosse erstreckt. „Die mehrteilige Arbeit schreibt sich quasi rotierend in den Luftraum des Atriums und bietet je nach Standort des Betrachters verschiedene An- und Durchblicke, die den entsprechenden Raum skulptural bespielen“, so Florian Schmid, Inhaber von FS.ART aus Berlin, eines Unternehmens, das sich der Vermittlung von Kunstwerken sowie der Beratung und administrativen Betreuung von Kunstsammlungen widmet. „Die Transparenz der Architektur des Firmensitzes mit ihren Blickachsen bis in den Außenraum und die umgebende Landschaft werden dabei jedoch nicht aufgehoben. Vielmehr greift die sich bewegende Skulptur den gestalterischen Ansatz der architektonischen Durchdringung von Innen und Außen gekonnt auf und komplettiert sie visuell.“ 

 

 

 

 

Der 1974 geborene Künstler thematisiert in seinen Arbeiten den Prozess von Wachstum und Veränderung und arbeitet mit den gegensätzlichen Polen der Dynamik und Statik sowie der geometrischen und organischen Form. Zwar legt er seinen Skulpturen einen klaren Entwurf zugrunde, lässt sie dann aber sozusagen organisch entstehen in einem sowohl additiven als auch subtrahierenden Arbeitsprozess, was dazu führt, dass sie bis zum letztendlichen Zustand einer stetig reifenden Entwicklung unterliegen. Als Material für seine Konstruktionen verarbeitet Wolfgang Flad vorwiegend Pappmaché, die er aus geschredderten Kunstmagazinen, kunsttheoretischen Texten und Skizzen gewinnt.